Jazz in der Bar ROMA vom Freitag, 29. März 2019 mit Piri Piri

Die Luzerner Band Piri Piri brachte den traditionellen Gipsy Swing in die Zofinger Bar ROMA                                                    Foto PATRICK LÜTHI

Würziges in der Bar Roma

Zofingen Die Musik hielt, was der Bandname Piri Piri versprach.                                                                                                  von REGINA  LÜTHI

Wer bei dem Quartett Piri Piri, der portugiesischen Bezeichnung für Chilischoten und scharfen Gerichten, feurige Südländer mit heissen Rhythmen erwartete, lag geringfügig daneben. Die vier Musiker begegnen ihrem Namen auf den ersten Blick mit Trotz. Denn zu Hören gabs in der Bar Roma keine rassigen südländischen Melodien, sondern traditionellen Gipsy Swing vom Feinsten. Zwei akustische Gitarren, ein Kontrabass und einmal Percussion - klingt minimalistisch, ist aber völlig ausreichend. Die Luzerner Band lässt bei ihrem Auftritt nichts vermissen. Den grössten musikalischen Einfluss hat Django Reinhardt - und der lebte bekanntlich in Frankreich und gilt als Vorreiter des europäischen Jazz. Piri Piri klingt grundsätzlich sehr ehrlich und solide. Die jeweiligen Emotionen der Songs trafen immer ins Schwarze. Von fröhlich-beschwingt und lebensfroh bis sanft-melancholisch war alles dabei und die würzige Mischung passte dann doch wieder zu dem Namen der Band. Das Publikum zeigte sich dankbar und dankte es Piri Piri mit rassigem Beifall. Nebst den Musikalischen Werken von Django Reinhardt gab es auch andere  Jazzstandards zu hören und die Eigenkompositionen stehen den Arbeiten der "Grossen" in nichts nach.

 

   PETE BOREL                    DAVID ZOPFI                                                     PIT FURRER                                                 CHRISTIAN WALLNER