Three Wise Men mit Scott Hamilton vom Sonntag, 08. März 2020 musste abgesagt werden (Coronavirus)

Die 192 angemeldeten Besucher wurden per Email oder telefonisch orientiert. Wir bedauern die Absage sehr und versuchen, das Konzert zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Neuer Termin:  Sonntag, 7. März 2021 musste leider auch wieder abgesagt werden! 

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Pianojazz Konzert vom 5. Oktober 2019, 20:00 Uhr im Kulturhaus West

STEPHANIE TRICK & PAOLO ALDERIGHI DOUBLE TRIO (USA + I)

Stephanie Trick und Paolo Alderighi, piano four hands; Roberto Piccolo, bass und Nicola Stranieri, drums        (Fotos Stefan Glur)

Tastenzauber und swingendes Feuerwerk

Pianojazz vom Feinsten erklang am vergangenen Samstagabend im Kulturhaus West. Das Konzert wurde organisiert durch den Jazzclub Zofingen.

Paolo Alderighi und Stephanie Trick am Piano, Nicola Stranieri am Schlagzeug und Roberto Piccolo am Bass legten mit dem ersten Stück gleich richtig los. Ein fetziger Charleston liess den Saal beben und liess zum ersten Mal die grossartige Technik aufblitzen. Der nachfolgende ruhigere Song «Always» von Irving Berlin gestalteten die Musiker mit verschiedenen dynamischen Klangfarben.

Das sehr zahlreiche Publikum liess sich von der Musik vom ersten Ton an begeistern und feierte die Musiker mit häufigem und herzlichem Applaus.

Das Stride-Piano ist die Leidenschaft von Stephanie Trick, während Paolo Alderighi vom klassischen Jazz Trio herkommt. Im Stück «After you’ve gone (Turner Layton) wechselten die beiden Stilformen einander ab. Das Stride Piano ist eine ganz spezifische Technik am Klavier, bei der die linke Hand in schnellen Wechseln die Begleitung spielt. Stephanie Trick performte als Solistin am tollen Flügel im Kulturhaus West einen Song von James P. Johnson eindrücklich. Johnson gilt als Ur-Vater des Stride-Piano Spiels. Beeindruckend mit welch grossartiger Technik Stephanie Trick die vielen riesigen Sprünge brillant beherrschte.

Das Double Piano Trio spielte an diesem Abend ein breites Repertoire, das von Filmmusik über Jazz Standards bis zu selbst komponierten Werken von Paolo Alderighi reichte. Eine solche Eigenkomposition war dann auch das letzte Stück vor der Pause: Ein Boogie Woogie im Dreivierteltakt. Bekannt fürs Ohr und doch überraschend anders.

Die Ansagen zu den Stücken übernahm meistens Paolo Alderighi in witziger und kurzweiliger Form. 

So erzählte Alderighi, dass Stephanie Trick und er sich in der Schweiz kennen gelernt haben, und zwar an einem Piano Konzert in Boswil. Sie begannen anschliessend zusammen Musik zu machen und haben vor sechs Jahren geheiratet.

Nach der Pause ging es in der Klavier Duo Besetzung und der Filmmusik vom Musical «Singing in the Rain» gefühlvoll weiter. Hindustan und Mambo Carmel erklangen dann wieder als Double Piano Trio Version.

Andreas Krenger, Präsident vom Jazzclub Zofingen, war sehr zufrieden. Und nicht nur er, der Saal voller glücklicher Gesichter zeigte deutlich: Das war ein besonderer Abend, ein Abend mit einer tollen Band, einem virtuosen pianistischen Tastenzauber und einem swingenden Feuerwerk.

Besser sagt es nur Joe Brown’s Song, der letzte des Abends: I’ll see you in my dreams and then I’ll  hold you in my dreams.  Yvonne Glur

Weitere Fotos  in der Gallerie

Spezial-Konzert im Kulturhaus West, Sonntag 2. Oktober 2018

Engelbert Wrobel's International Swing Quartet feat Nicki Parrott, "Tribute to Peggy Lee and Benny Goodman"

Ein butterweicher Sonntagnachmittag

 

Zofingen Beim Konzert des jazzclub-zofingen im Kulturhaus West wurde Peggy Lee und Benny Goodman Tribut gezollt.

Zu Gast war das Engelberts Wrobel's International Swing Quartet, bestehend aus Nicki Parrott, Thilo Wagner, David Blenkhorn und Engelbert Wrobel selbst. Eine Frau am Kontrabass ist eher weniger anzutreffen. Eine Frau, die Kontrabass spielt und gleichzeitig noch singt, ist vermutlich eine Rarität. Nicki Parrott kann beides – und zwar richtig gut. Mit ihrer warmen und besonders weichen Stimme wickelt sie ziemlich alle um den Finger. Und zwar buchstäblich spielend. Dass sie die Werke von Peggy Lee liebt – die teilweise in den 40er Jahren in Zusammenarbeit mit Benny Goodman entstanden, ist bei jedem Ton zu spüren. Das unvergessliche «Fever» aus dem Jahr 1956 bildete den Auftakt zum Konzert. Wenn Nicki Parrott singt, ziehen am inneren Auge unweigerlich kleine, weisse Wölkchen vorbei. Würde sie nicht Kontrabass spielen, würde sie vermutlich selbst über die Bühne schweben. Das Quartett harmoniert perfekt. Alle vier gelten als hochkarätige Grössen in der Jazz- und Swingwelt. Der Australier David Blenkhorn beherrscht nicht nur seine Gitarre. Mit einer äusserst kräftigen und gewaltigen Stimme begeisterte er das Publikum mit einem Blues von Roosevelt Sykes.

Engelbert Wrobels Leidenschaft heisst Benny Goodman. Mit Stücken wie «Memories of you» umschmeichelte Wrobel mit seinem Klarinettenspiel die Zuhörerschaft wie eine Katze, die um die Beine streicht. Sanfte Dramatik wechselte sich ab mit weichen und sanften Klängen, die wie kleine Wellen durch das Kulturhaus zogen. Perfekt ergänzt wurde das Konzert durch Thilo Wagner, einer der versiertesten Swing-Pianisten der Gegenwart. Ein wirklich sehr gut gelungenes Andenken an die Grossen der Szene. Nach dem Konzert gab es noch die Möglichkeit, gemeinsam mit den Musikern essen zu gehen. Dieses Angebot wurde rege genutzt. Rund 30 Jazzfreunde verbrachten den Abend gemeinsam mit den Musikern in geselliger und fröhlicher Runde. (Regina Lüthi)

Nicki Parrott

David Blenkhorn
Thilo Wagner
Engelbert Wrobel