Rückblick Jazz-Matinée 2018


Zofingen, 12. August 2018

Matinée mit traditionellem New Orleans

Es spielte die "Sott Burg Jazz Band" im grossen Saal des Hotel Zofingen.



Klaus Plaar

Gerade gross genug war der Saal des Hotels Zofingen um die Besucher und Besucherinnen der 21. Jazz-Matinée des Jazzclubs Zofingen zu fassen. Ein dem Anlass entsprechendes Speise- und Getränkeangebot wurde am Sonntagmorgen ab 9:30 Uhr vom Hotel Zofingen zur Verfügung gestellt. Die Tessiner Band „Sott Burg Jazz Band" spielte während zwei Stunden traditionellen New Orleans Jazz, Stomps, Rags, Blues bis hin zu einem Ausflug ins Repertoire von Charlie Parker und Duke Ellington. Ganz speziell an diesem Ensemble war die Instrumentierung: Es kamen an der Frontline die Instrumente, Baritonsaxophon, Altsaxophon, Metall-Klarinette (Alberto Maceroni), Plastik-Klarinette, Tenorsaxophon (Giorgio Ce Reghetti) Holzklarinette, Bass-Klarinette (Daniele Zulliger). Üblicherweise wären noch Posaune und Trompete in der Frontline eingesetzt worden. Für den Groove waren zuständig: Andreas Gubser (Piano), Claudio Brunelli (Washbord). Flavio Molteni (Banjo), und Graziano Aiani (Tuba). Entsprechend der Besetzung zauberte das Ensemble selten anzutreffende Klangbilder hervor.

Einige Rosinen des Repertoires

Aus dem rechen Repertoire seien hier einige Rosinen herausgepickt. Zu den älteren Kompositionen gehört der Song „Copenhagen" von Charlie Davis. Als Chorus dient nur das Trio in 16 Takten. Musiker wie Sidney Bechet, Bix Beiderbecke oder auch Fletcher Henderson und Earl Hines haben dieses Stück gespielt.
Willie the Weeper" ist ein Lied über Drogensucht.It is based on a standard vaudeville song, likely written in 1904. [1] It is credited to Walter Melrose, Grant Rymal, Marty Bloom, who published it with Morris Edwin H & Co Inc in 1908. [2] The first recording was likely by Freddie Keppard between 1923 and 1926. Many artists recorded it in 1927, including Frankie "Half-Pint" Jaxon , Louis Armstrong and His Hot Seven , and King Oliver . Es basiert auf einem Standard-Vaudeville-Lied, wahrscheinlich im Jahr 1904 geschrieben. Aber auch im prämodernen Jazz spielte das Stück eine grosse Rolle. Louis Armstrong, Sidney Bechet oder auch Miles Davis haben es gespielt. Die Interpretation der "Sott Burg Jazz Band" beinhaltete viele Improvisationen und ein brillantes Banjo-Solo. In die Prämoderne um Duke Ellington führte der Titel "Satuday Night Function". Die Darbietung erfeute durch ein gelungenes Arrangement und gute Soli auf verschiedenen Instrmenten. Um einen klassischen Dixieland handelt es sich bei "Riverboat Shuffle". Es ist ein populäres Lied, das von Hoagy Carmichael, Irving Mills und Dick Voynow komponiert wurde. Später wurden die Texte von Carmichael und Mitchell Parish hinzugefügt.First recorded by Bix Beiderbecke and The Wolverines in 1924, it was Carmichael's first composition and would become a Dixieland standard . Die erste Aufnahme von Bix Beiderbecke und The Wolverines im Jahre 1924 war Carmichaels erste Komposition und sollte ein Dixieland Standard werden. An der Jazz Matinée bestach die Interpretation durch den guten Groove von Tuba, Percussion (Washboard), Banjo und Piano. In die 20er und 30er Jahre zrurück führte der Titel „Buddy's Habits"; er wurde 1923 von Arnett Nelson und Charley Straight geschrieben – ein klassischer New Orleans-Titel.

Insgesamt 20 Titel gespielt

Bis zur „Halbzeitpause" wurden weitere Highlights vorgetragen, von denen „Mood Indigo von Duke Ellington besonders hervorgehoben sein soll. Es ist ein Swing in 32 Takten und gilt als das berühmteste Stück von Duke Ellington. Die Komposition weist zum Teil impressionistische Züge auf und wurde 1930 als Instrumentalstück zunächst unter dem Titel „Dreamy" Blues aufgenommen. Mit neuem Titel wurde es Ellingtons überaus erfolgreicher Song. Man könnte noch Vieles sagen über das reiche Repertoire der „Sott Burg Jazz Band", doch der hier zur Verfügung stehende Platz reicht dafür nicht aus. Erwähnt seien aber noch die Titel „Indiana", „Oh Baby" und der St. Louis Blues, bei dem das Publikum mitklatschte. Es gab zwei Zugaben.

Legende

Vorne, von links: Giorgio Ce Reghetti, Alberto Maceroni, Daniele Zulliger. Hinten, von links: Graziano Aiani, Flavio Molteni, Claudio Brunelli und Andreas Gubser. (K.P.)




 

 



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